Leben in der Stadt oder Pendeln?

Pendeln – Kostenersparnis oder Idealismus?

Bis 7 Uhr schlafen, in Ruhe einen Kaffee trinken und dann zu Fuß ins Büro gehen. Diesen Luxus hat nur die Minderheit der Schweizer. Bei den meisten läuft es wie folgt ab: frühes Aufstehen, hektisches Fertigmachen und dann zur Bahn hasten. Oder wahlweise im Stau stehen.

Laut dem Bundesamt für Statistik arbeiten 70% der Schweizer außerhalb ihrer Wohngemeinde, hiervon wiederum 20% sogar in einem anderen Kanton. Das heißt mehrere Stunden am Tag im Auto oder Zug verbringen, eine Zeit die sehr nervenaufreibend sein kann. Dennoch bevorzugen viele das Pendeln. Ein Leben in der Stadt? Mit all der Hektik, Enge und Menschenmassen? Das ist für viele nicht vorstellbar. Da genießt man lieber das Alpenpanorama, den See oder einfach die ländlichere Gegend. Außerdem habe man so eine gewisse Distanz zur Arbeit. Doch wie sieht es eigentlich finanziell aus? Wieviel teurer sind die Mieten in Zürich, und was kostest das Pendeln an sich?

Ob sich das Pendeln zwischen Wohnort und Arbeitsplatz finanziell lohnt, hat das Sparportal CupoNation in einer Vergleichstudie mit Zürich und 16 umliegenden Städten und Orten analysiert.

Preisunterschied bis über 1000 Franken


Die Durchschnittsmiete einer 3 Zimmer Wohnung mit 60-70qm beträgt in Zürich 2.125 Franken. Bereits im nur 23,8km entfernten Winterthur zahlt man für eine gleichwertige Wohnung nur noch 1.664 Franken. Also über 460 Franken weniger. Noch günstiger ist das am Bodensee gelegene Kreuzlingen, mit einer Miete von 1.225 Franken, und somit guten 900 Franken Ersparnis. Spitzenreiter der Studie ist Wattwil, mit einer durchschnittlichen Miete von lediglich 975 Franken, und somit 1.150 Franken Ersparnis.

 

Die geringste Ersparnis hat man demzufolge in Luzern. Hier spart man sich bei einer durchschnittlichen Miete von knapp 1.700 Franken nur noch 426 Franken im Vergleich zu Zürich – und das bei einer einfachen Distanz von 52km und somit einer Fahrzeit von circa 45 Minuten.

Fahrtkosten zum Teil höher als die ortsübliche Miete


Zusätzlich zur Zeit, kommen natürlich noch die Kosten hinzu. Nutzt man das Auto ausschließlich für den täglichen Arbeitsweg, kommen in den verglichenen Städten Kosten von 89 bis 35 Rappen pro Kilometer hinzu. Für den Zürcher selbst sind es, aufgrund der geringen Kilometerlaufleistung, sogar 1,54 Franken. Rechnet man also mit 54 Rappen pro Kilometer, und der Strecke von Luzern nach Zürich (52,0 km einfach), zahlt der Luzerner monatlich knapp 40 Franken drauf. Die größte Ersparnis hat man nach wie vor in Wattwil. Rechnet man hier aufgrund der höheren jährlichen Kilometerlaufleistung mit 45 Rappen, kommen Autokosten von 1.999,55 Franken hinzu. Es bleibt immerhin eine Kostenersparnis von rund 515 Franken.

 

Deutlich günstiger ist die Ersparnis bei Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Mit der Schweizerischen Bundesbahn (SBB), könnte der Luzerner 795,60 Franken und der Wattwiler 956,55 Franken monatlich sparen.

Höhere Kosten rechtfertigen sich nicht durch Zeitersparnis


Wer denkt, dass die Fahrt mit der Bahn wesentlich länger dauert als mit dem Auto, täuscht sich. In allen verglichenen Städten bis 90 km Entfernung zu Zürich, macht der Zeitunterschied circa 5 Minuten aus. Lediglich von Stein am Rhein und Kreuzlingen aus fährt man über 30 Minuten länger. Wohnt man aber zum Beispiel in Basel oder Bern, ist die Bahn sogar um 20 bis 30 Minuten schneller als die übliche Verkehrslage es mit dem Auto zulässt.

 

Der direkte Vergleicht zeigt, deutlich sparen kann man am ehesten, wenn man mit der Bahn fährt. Hier kommen maximal 321,67 Franken monatlich (GA Erwachsene, Jahresrechnung) auf den Pendler zu.

 

Ob man ein Leben in Zürich oder außerhalb bevorzugt, hat also nicht zwangsläufig etwas mit dem Geld zu tun. Denn zu den reinen Kosten kommt natürlich auch noch der Zeitverlust hinzu. Anstatt vielleicht nur 9 Stunden täglich aus dem Haus zu sein, werden es schnell 11 oder mehr. Dazu kommen die Staus in und um Zürich, oder die überfüllten Züge.

 

Quellen/Methodik:

  • Mietpreis: Durchschnitt aller verfügbaren 3 Zimmer Wohnungen mit 60-70qm am 06.+07.06.2017 auf immoscout24.ch, homegate.ch und anibis.ch
  • Distanz zu Zürich: laut google.ch/maps; schnellste Route
  • Fahrtzeiten: laut google.ch/maps, schnellste Route; übliche Verkehrslage
  • Fahrtkosten Auto: TCS (Touring Club Schweiz), Kilometerkosten 2017
  • Fahrtkosten Bahn: SBB, Strecken Abo (persönlich, nicht übertragbar; bei jährlicher Zahlung) sowie General Abo Erwachsene. Jeweils 2. Klasse
  • Fahrtkosten Zürich: Annahme von 10km mit dem Auto, ZVV Abo für 1-2 Zonen
  • Arbeitstage: 220 im Jahr
  • Pendlerinformationen: BfS (Bundesamt für Statistik), Pendlermobilität 2015
  • Steuerunterschiede zwischen den Kantonen wurden nicht berücksichtigt
  • Diese Studie steht in keinem Zusammenhang mit der SBB oder dem TCS, und wurde auch nicht durch diese oder ähnliche Organisationen in Auftrag gegeben.
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Pendeln – Kostenersparnis oder Idealismus?

Bis 7 Uhr schlafen, in Ruhe einen Kaffee trinken und dann zu Fuß ins Büro gehen. Diesen Luxus hat nur die Minderheit der Schweizer. Bei den meisten läuft es wie folgt ab: frühes Aufstehen, hektisches Fertigmachen und dann zur Bahn hasten. Oder wahlweise im Stau stehen.

Laut dem Bundesamt für Statistik arbeiten 70% der Schweizer außerhalb ihrer Wohngemeinde, hiervon wiederum 20% sogar in einem anderen Kanton. Das heißt mehrere Stunden am Tag im Auto oder Zug verbringen, eine Zeit die sehr nervenaufreibend sein kann. Dennoch bevorzugen viele das Pendeln. Ein Leben in der Stadt? Mit all der Hektik, Enge und Menschenmassen? Das ist für viele nicht vorstellbar. Da genießt man lieber das Alpenpanorama, den See oder einfach die ländlichere Gegend. Außerdem habe man so eine gewisse Distanz zur Arbeit. Doch wie sieht es eigentlich finanziell aus? Wieviel teurer sind die Mieten in Zürich, und was kostest das Pendeln an sich?

Ob sich das Pendeln zwischen Wohnort und Arbeitsplatz finanziell lohnt, hat das Sparportal CupoNation in einer Vergleichstudie mit Zürich und 16 umliegenden Städten und Orten analysiert.

Preisunterschied bis über 1000 Franken


Die Durchschnittsmiete einer 3 Zimmer Wohnung mit 60-70qm beträgt in Zürich 2.125 Franken. Bereits im nur 23,8km entfernten Winterthur zahlt man für eine gleichwertige Wohnung nur noch 1.664 Franken. Also über 460 Franken weniger. Noch günstiger ist das am Bodensee gelegene Kreuzlingen, mit einer Miete von 1.225 Franken, und somit guten 900 Franken Ersparnis. Spitzenreiter der Studie ist Wattwil, mit einer durchschnittlichen Miete von lediglich 975 Franken, und somit 1.150 Franken Ersparnis.

 

Die geringste Ersparnis hat man demzufolge in Luzern. Hier spart man sich bei einer durchschnittlichen Miete von knapp 1.700 Franken nur noch 426 Franken im Vergleich zu Zürich – und das bei einer einfachen Distanz von 52km und somit einer Fahrzeit von circa 45 Minuten.

Fahrtkosten zum Teil höher als die ortsübliche Miete


Zusätzlich zur Zeit, kommen natürlich noch die Kosten hinzu. Nutzt man das Auto ausschließlich für den täglichen Arbeitsweg, kommen in den verglichenen Städten Kosten von 89 bis 35 Rappen pro Kilometer hinzu. Für den Zürcher selbst sind es, aufgrund der geringen Kilometerlaufleistung, sogar 1,54 Franken. Rechnet man also mit 54 Rappen pro Kilometer, und der Strecke von Luzern nach Zürich (52,0 km einfach), zahlt der Luzerner monatlich knapp 40 Franken drauf. Die größte Ersparnis hat man nach wie vor in Wattwil. Rechnet man hier aufgrund der höheren jährlichen Kilometerlaufleistung mit 45 Rappen, kommen Autokosten von 1.999,55 Franken hinzu. Es bleibt immerhin eine Kostenersparnis von rund 515 Franken.

 

Deutlich günstiger ist die Ersparnis bei Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel. Mit der Schweizerischen Bundesbahn (SBB), könnte der Luzerner 795,60 Franken und der Wattwiler 956,55 Franken monatlich sparen.

Höhere Kosten rechtfertigen sich nicht durch Zeitersparnis


Wer denkt, dass die Fahrt mit der Bahn wesentlich länger dauert als mit dem Auto, täuscht sich. In allen verglichenen Städten bis 90 km Entfernung zu Zürich, macht der Zeitunterschied circa 5 Minuten aus. Lediglich von Stein am Rhein und Kreuzlingen aus fährt man über 30 Minuten länger. Wohnt man aber zum Beispiel in Basel oder Bern, ist die Bahn sogar um 20 bis 30 Minuten schneller als die übliche Verkehrslage es mit dem Auto zulässt.

 

Der direkte Vergleicht zeigt, deutlich sparen kann man am ehesten, wenn man mit der Bahn fährt. Hier kommen maximal 321,67 Franken monatlich (GA Erwachsene, Jahresrechnung) auf den Pendler zu.

 

Ob man ein Leben in Zürich oder außerhalb bevorzugt, hat also nicht zwangsläufig etwas mit dem Geld zu tun. Denn zu den reinen Kosten kommt natürlich auch noch der Zeitverlust hinzu. Anstatt vielleicht nur 9 Stunden täglich aus dem Haus zu sein, werden es schnell 11 oder mehr. Dazu kommen die Staus in und um Zürich, oder die überfüllten Züge.

 

Quellen/Methodik:

  • Mietpreis: Durchschnitt aller verfügbaren 3 Zimmer Wohnungen mit 60-70qm am 06.+07.06.2017 auf immoscout24.ch, homegate.ch und anibis.ch
  • Distanz zu Zürich: laut google.ch/maps; schnellste Route
  • Fahrtzeiten: laut google.ch/maps, schnellste Route; übliche Verkehrslage
  • Fahrtkosten Auto: TCS (Touring Club Schweiz), Kilometerkosten 2017
  • Fahrtkosten Bahn: SBB, Strecken Abo (persönlich, nicht übertragbar; bei jährlicher Zahlung) sowie General Abo Erwachsene. Jeweils 2. Klasse
  • Fahrtkosten Zürich: Annahme von 10km mit dem Auto, ZVV Abo für 1-2 Zonen
  • Arbeitstage: 220 im Jahr
  • Pendlerinformationen: BfS (Bundesamt für Statistik), Pendlermobilität 2015
  • Steuerunterschiede zwischen den Kantonen wurden nicht berücksichtigt
  • Diese Studie steht in keinem Zusammenhang mit der SBB oder dem TCS, und wurde auch nicht durch diese oder ähnliche Organisationen in Auftrag gegeben.

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